Informationen über Teneriffa - GeschichteGeschichteDer Garten der Hesperiden
Teneriffa war schon in der Antike ein paradiesischer Ort der Träume – damals aber noch in der Mythologie. Hinter den Säulen des Herkules, wie die Meerenge von Gibralta in diesen Tagen genannt wurde, lagen die Länder, die die Dichter später als elysische Gefilde benannten. Im 1. Jahrhundert nach Christus fand man dann bei einer Expedition auch schon die Bluthunde, die Teneriffa später ihren Namen gaben, so meint zumindest der Dichter Plinius: denn das Wort canes, lateinisch für Hund, ist sozusagen Namenspatron der Inseln.
Sogar als Überrest des sagenumwobenen Atlantis gilt Teneriffa, da seine Ureinwohner die Guanchen, wie Legenden zu erzählen wissen, in ihrer Lebensweise in der Steinzeit verharrten, was darauf zurückgeführt wurde, dass sie nach dem Untergang Atlantis auf der Insel ihre Kultur von Neuem aufbauen mussten. Doch die Bestattung der Toten und deren Grabbeigaben zeugten doch, was Religion und Kunsthandwerk betrifft, von einer weit höher entwickelten Zivilisation. Ein Widerspruch, der die Geschichten nur bestärkt.
100 Jahre Eroberungsversuche
Seit dem Jahr 1402 war Teneriffa Ziel zahlreicher Eroberungsversuche durch die Europäer. Begonnen hatte dies mit Einfällen Jean de Bethencourts und des Gadifer de la Salles im Namen Heinrichs III. auf Lanzarote, Fuerteventura und El Hierro. Doch noch bis 1496 wehrten sich die Einwohner der Insel erbittert – Teneriffa war die letzte Insel, die erobert wurde - und brachten den Eindringlingen vernichtende Niederlagen bei. Daran erinnert auch heute noch der Stadtname La Matanza, das Gemetzel. Die spanischen Eroberer machten dann La Laguna zur Hauptstadt des ganzen Inselkomplexes.
Im Laufe des 16. Jahrhunderts wurde das Inselarchipel zum wichtigsten Dreh- und Angelpunkt für alle Schiffe, die den Atlantik Richtung Amerika passieren wollten. Und da die wertvollen Ladungen aus Südamerika dort umgeschlagen wurden, kam es bis einschließlich zum 17. Jahrhundert zu immer mehr Piratenüberfällen. Auch Lord Nelson versuchte im Namen der englischen Krone sein Glück, wurde aber in die Flucht geschlagen.
1822 wurde Santa Cruz de Tenerife zur Hauptstadt ernannt und 30 Jahre später wurden die Kanaren zur Freihandelszone durch Königin Isabel II. Im 19. Jahrhundert litten die Inseln unter einer großen Armut, die aber gegen Ende des Jahrhunderts durch den Bananenanbau und der Export der Früchte überwunden wurde.
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Wie alle Inseln der Kanaren war Teneriffa ursprünglich von Ureinwohnern, den Guanchen besiedelt (Guanche bedeutet in der gleichnamigen Sprache Mann oder Mensch aus Teneriffa). Als der mächtigste Guanchenhäuptling gilt Tinerfe, der im 15. Jahrhundert auf Teneriffa lebte. Nach seinem Tod wurde die Insel unter seinen neun Söhnen aufgeteilt. Sie regierten während der Ankunft der ersten Spanier.
Nachdem die Insel den Europäern seit dem 14. Jahrhundert bekannt war, wurde sie 1496 nach dem Sieg bei La Laguna als letzte Kanareninsel von den Spaniern erobert. Von nun an bildete sie einen wichtigen Stützpunkt des Schiffsverkehrs zwischen Spanien und seinen amerikanischen Kolonien.
Eine Blütezeit erlebte Teneriffa während der Aufklärung. Bedeutende Persönlichkeiten wie Alexander von Humboldt besuchten die Insel. Trotzdem konnte sich Teneriffa nicht von der vorherrschenden feudalistischen Gesellschaftsordnung lösen, so dass es erst im 19. Jahrhundert zu Reformen kam.
Die ersten Jahre des 20. Jahrhunderts waren geprägt von einer fortschreitenden Radikalisierung. 1936 startete der General Franco seinen Putsch von Teneriffa aus. Der Spanische Bürgerkrieg erreichte Teneriffa nicht, jedoch wirkte sich die wirtschaftliche Isolierung unter der Diktatur sehr negativ aus. Das einzige Exportgut waren seinerzeit Bananen für das Festland.
Nach der Demokratisierung ab 1975 erhielten Teneriffa und alle anderen Inseln des Archipels Autonomie, und der Tourismus gewann immer mehr an Bedeutung.
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