Informationen über Teneriffa - Die GuanchenDie GuanchenDie Ureinwohner von Teneriffa – die Guanchen

Standbild des Guanchenkönigs
Beneharo, Mencey von Anaga
Die Guanchen waren die Ureinwohner von Teneriffa und den übrigen Kanarischen Inseln.
Der Name Guanchen leitet sich ab:
Guan: „Mensch“; Chinet: „Teneriffa. Vom Ursprung gehörten nur die Bewohner Teneriffas zu den Guanchen.
Selbst ist sehr wenig über die Guanchen auf Teneriffa bekannt. Wissenschaftler gehen davon aus, dass es sehr wahrscheinlich mehrere Besiedlungsphasen der Ureinwohner, der Guanchen, gab. Hier können jedoch nur Vermutungen angestellt werden. Sehr wahrscheinlich kamen die ersten Siedler ca. 3.000 Jahre vor Chr. auf Teneriffa an. Geschichtsschreiber vertreten die Theorie, dass die Guanchen von Teneriffa aus der Sahara stammen und mit Binsenbooten Teneriffa erreicht haben. Weiter haben Archäologen durch Ausgrabungen von Guanchenfunden eine Besiedelung aus Südwest – Europa festgestellt. Zurückgeführt wird dieses, da die Guanchen hellhäutig waren. Eine andere These besagt, das ca. 1.100 vor Chr. Phönizier nach Teneriffa kamen. Die Phönizier waren ein semitisches Volk und lebten früher in Libanon und an der Mittelmeerküste. Die Phönizier waren bekannt als Händler und Seefahrer. 500 Jahre bis 200 Jahre vor Chr. sind wahrscheinlich noch mehr Menschen aus Nordafrika nach Teneriffa gekommen, die bereits zu diesem Zeitpunkt mehrere, kleinere Königreiche vorgefunden haben. Später ca. im 800 Jahrhundert, besiedelten Berber die Insel Teneriffa. Sichergestellt ist lediglich, dass bis zur spanischen Eroberung, die Guanchen lebten wie im Steinzeitalter. Eine genaue Anzahl, wie viel Guanchen auf Teneriffa und den anderen Kanarischen Inseln lebten, kann nur geschätzt werden. Die spanischen Eroberer gingen davon aus, dass ca. 50.000 Guanchen auf dem Kanarischen Archipel lebten.
Die Ausrottung der Guanchen erfolgte durch die gewaltsame Eroberung im Jahr 1402 durch Jean de Béthencourt. Die meisten Guanchen wurden entweder umgebracht, als Sklaven gehalten oder verschleppt.
Die Sprache der Guanchen war „Guanche“. Zwischen den einzelnen Kanarischen Inseln gab es jedoch keinerlei Verbindungen zu den jeweiligen Guanchen – Stämmen.
Nur wenige Worte der Ureinwohner, der Guanchen, sind noch heute bekannt. Vereinzelt verweisen noch Ortsbezeichnungen und Vornamen auf den guanchischen Ursprung. Übrig geblieben ist die Pfeifsprache „el Silbo“ , was heute noch auf der Insel la Gomera im Weniger praktiziert wird. El Silbo ist entstanden, um eine Verständigung zwischen den Schluchten zu haben. 1999 hat die Kanarische Inselregierung auf der Insel la Gomera das el Silbo als Pflichtfach an Grundschulen eingeführt.
Bekannt ist ebenfalls, dass die Guanchen mit Fellen bekleidet waren. Die Toten der Guanchen wurden mumifiziert. Durch die Mumifizierungen wurde ebenfalls später festgestellt, dass die Guanchen kein friedliches Volk waren. Durch diverse Schädelverletzungen vermuten die Archäologen, dass es ständig kriegerische Fehde zwischen den jeweiligen Guanchenstämmen gegeben haben muss.
Ebenfalls haben die Archäologen festgestellt, dass die Guanchen relativ groß gewachsen waren. So erreichte der männliche Guanche im Durchschnitt eine Höhe von ca. 1, 70 Meter und war somit um ca. 10 cm größer als die spanischen Eroberer. Die Pyramiden, die sich auf der Insel Teneriffa und la Palma befinden, waren Kultstätten der Guanchen. Der berühmte Forscher Thor Heyerdahl vertritt diese These und sieht diese als Beweis (Pyramiden von Güimar).
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